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Cerebrale Parese

Cerebrale Parese”, abgekürzt CP, oder auch Zerebralparese heisst einfach übersetzt – “Hirnlaehmung”. Was natürlich nicht stimmt, denn nicht das Hirn kann gelaehmt sein, sondern die Muskeln. Aber auch das ist nicht ganz korrekt, denn die Muskeln sind oft sehr kraeftig ausgebildet, der Betroffene ist nur nicht in der Lage, diese Muskeln kontrolliert zu bewegen, daher wird es sinnvollerweise cerebrale Bewegungsstörungen genannt. Das aeussert sich oft so, dass die Bewegungen ausfahrend (athetotisch), langsam, eckig, steif, verkrampft oder zittrig sind. Zu dem hat die CP oft auch Sinnesstörungen zur Folge – wie z.B. Hör-, Seh- oder Sprechschwierigkeiten.

Was ist eine Infantile Cerebralparese ?
Die infantile Cerebralparese (cerebrale Bewegungsstörung, cerebrale Kinderlaehmung, Little’sche Krankheit, ICP) ist eine bleibende aber nicht unveraenderliche Bewegungs- und Haltungsstörung infolge einer Schaedigung des frühkindlichen Gehirns in den frühen Entwicklungsphasen. Neben der Störung der Haltung und Bewegung kommt es haeufig auch zu weiteren Behinderungen wie Anfallsleiden (Epilepsie), mentaler Behinderung (geistiger Behinderung), Sprachstörungen, Verhaltensauffaeelligkeiten, Störungen der Sinnesorgane, bzw. der Weiterverarbeitung von Sinneswahrnehmungen (Schielen, Gleichgewichtsstörungen). Auftreten bzw. Ursprgungsgrad dieser Zusatzbehinderungen sind abhaengig vom Ort und der Ausbreitung der Gehirnschaedigung.
Wie kommt es zu einer frühkindlichen Hirnschaedigung?
Zur Entstehung eines frühkindlichen Hirnschadens können vielfltige Ursachen beitragen. Schaedigungsmöglichkeiten bestehen vor, unter oder auch nach der Geburt. Die Hirnschaedigung tritt am haeufigsten waehrend der Geburt (30 – 70 %) ein. Vorgeburtliche Schaedigungsmöglichkeiten bestehen bei Infektionen wie Röteln, Zytomegalie, Herpes, parasitaeren und bakteriellen Infektionen wie Toxoplasmose, Listeriose, Lues. Auch Drogen- Alkohol- oder Nikotinkonsum der Mutter waehrend der Schwangerschaft, eine bestehende Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder hormonelle Störungen (EPH-Gestose) der Mutter, Zwillingsschwangerschaft sowie eine intrauterine Mangelernaehrung, d.h. nicht ausreichende Ernaehrung des Fötus mit Naehrstoffen durch den Mutterkuchen, gelten als Risikofaktoren. Als Hauptursache ist aber der Sauerstoffmangel unter der Geburt in Verbindung mit kindlicher Unreife ( Frühgeburt ) zu sehen. Nach der Geburt sind entzündliche Erkrankungen der Hirnhaeute und des Gehirns sowie Hirnblutungen haeufig die Ursache einer Cerebralparese. Immer kommt es zu einem Untergang von Nervenzellen des Gehirns.
Wie haeufig kommt die Cerebralparese vor?
Etwa zwei von Tausend lebend geborenen Kindern sind von der Erkrankung betroffen.
Welche Behandlungsmglichkeiten gibt es?

Da der Ursprgungsgrad und die Erscheinungsform von Kind zu Kind unterschiedlich sind, muss die Behandlung individuell angepasst werden. Folgende Therapien und Heilmassnahmen kommen in Frage: Physiotherapie (Verbesserung der motorischen Koordination), Sport (Normalisierung des Muskeltonus; geeignet sind Schwimmen, Reiten, Radfahren), Logopdie (Sprachtherapie), Orthopdietechnik (beispielsweise Bewegungshilfen), Ergotherapie (Ziel-> Integration in die Alltagswelt) und Medikamente (Behandlung bei Spasmen).
Mit der tiergestützten Therapie bestehen weitere Mglichkeiten um die Situation des Kindes zu verbessern.Es gibt die Hipotherapie (Pferde) Therapiehunde und Delfine.

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