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Der Bericht von Nora Kees

In Deutschland arbeite ich in einer ergotherapeurischen Gemeinschaftspraxis im Fachbereich Pädiatrie. Dieses Jahr war es mir dadurch möglich mit einem meiner kleinen Patienten wiederzukommen.
Robin ist 5 Jahre alt. Seit seiner Geburt hat er eine Halbseitenlähmng und leidet immer wieder unter Krampfanfällen.
Da Robin das Wasser schon immer geliebt hat, waren wir alle sicher, dass ihm das Schwimmen mit den Delfinen Spass machen würde. Und so war es auch.
Bereits am ersten Tag ging Robin mutig ins Wasser. Die ersten Minuten war ihm das Streicheln der Delfine noch etwas suspekt, aber schon nach wenigen Minuten taute er auf und hatte viel Spass. Beim Schwimmen versuchte er sich schnell mit beiden Händen an der Flosse festzuhalten, so dass auch seine betroffene rechte Hand aktiv war. Nach einigen Tagen war Robin sehr selbständig ım Wasser und wollte selber schwimmen. Da er auch in Deutschland oft schwimmt, ist ihm das Element Wasser sehr vertraut und er paddelte eifrig mit Armen und Beinen. Seine Ausdauer steigerte sich von Tag zu Tag. Wollte er am ersten Tag der Therapie bereits nach 10 Minuten duschen, hielt er nach einigen Tagen mit viel Spass eine halbe Stunde durch, streichelte und küsste seinen Delfin und wollte gar nicht mehr aus dem Wasser. Er lernte sich beim Schwimmen mit dem Delfin selbständig an dessen Flosse festzuhalten und sein Gleichgewicht beim Schwimmen zu halten. Zudem setzte er während dem Schwimmen seine rechte Seite immer haeufiger aktiv ein.
Auch in seinem Alltag haben sich bei Robin Verbesserungen in seiner Entwicklung eingestellt. Seine Tonusregulation hat sich verbessert, so dass er leichter längere Strecken laufen kann und seine rechte Hand dabei deutlich entspannter ist. Dadurch fällt ihm das Greifen leichter und er setzt seine rechte Hand vermehrt aktiv ein.
Er spricht grammatikalisch besser, begreift Inhalte leichter und setzt diese um. Er zieht aus Gelerntem und Erlebten seine eigenen Schlussfolgerungen und bringt diese in seinen Alltag mit ein. So reagierte er auf seine neue kleine Mitschwimmerin, die zu Beginn etwas ängstlich war, sehr rcksichtsvoll. Er fragte nach, warum sie weine und wie er ihr helfen könne. Er tröstete sie, hielt ihre Hand und streichelte ihre Wange.
Auch seine Konzentrationsfähigkeit hat sich erhöht. Er nimmt aktiv an Spielen mit seinen Brüdern und anderen Kindern teil und bringt eigene Ideen mit ein.
Während seines Aufenthalts war Robin sehr entspannt. Er genoss jeden Tag bei den Delfinen und beim anschliessenden Plantschen und Schwimmen im Aqualand.
Auch Robins älteren Brüder und seine Eltern haben den Aufenthalt in Antalya sehr genossen. Insbesondere die Mglichkeit, hier seinen Tag selber zu planen und nicht von einem Therapietermin zum nächsten zu laufen, sondern die Gewissheit zu haben, das Therapieangebote vorhanden sind und genutzt werden können, aber nicht bereits im Vorfeld fest eingeplant waren, haben sie als sehr angenehm empfunden. So konnten sie von Tag zu Tag je nach Verfassung und Laune den Tag planen und geniessen.

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